Trennkost

Die romantische Beauty-
und Gesundheitsfarm

Hayische Trennkost

Die Hayische Trennkost ist keine einmalige Diät, mit der Sie sich diese Woche fünf Kilo abhungern, die Sie nächste Woche schon wieder drauf haben. Trennkost ist eine Ernährungsform auf Dauer, mit einer kleinen, aber wichtigen Umstellung Ihrer Essgewohnheiten.

Wie funktioniert Trennkost?

  • Man darf essen, was man will.
  • Man darf essen, so viel man will.
  • Man darf nur nie Proteine und Kohlehydrate kombinieren.

Das ist der Trick.

Bei Trennkost wird die Kost
getrennt in drei Gruppen:

  • Proteine
  • Neutrales
  • Kohlenhydrate

Bitte kombinieren Sie immer nur zwei Nachbargruppen:
Proteine und Neutrales, oder Neutrales und Kohlenhydrate.
Niemals kombinieren Proteine und Kohlenhydrate!
Nacheinander darf man's natürlich. Der Körper braucht ja beides, aber alles zu seiner Zeit: Zwischen der Einnahme einer proteinhaltigen und einer kohlehydrathaltigen Speise sollen mindestens drei Stunden liegen – um sicherzugehen, dass die eine Speise erst auf ihre Weise richtig verdaut wurde, bevor die nächste kommt und auf eine andere Weise verdaut werden muss.

Warum funktioniert Trennkost?

Trennkost entspricht der Biochemie unseres Körpers, der trennt nämlich selbst Proteine und Kohlenhydrate und bereitet sie an verschiedenen Stationen und auf verschiedene Weise für die Verdauung auf: Kohlenhydrate werden im Mund verarbeitet mit Hilfe des basischen Speichels, Proteine werden im Magen verarbeitet mit Hilfe des sauren Magensaftes.

Die Biochemie bei Trennkost

Schon wenn uns beim ersten Blick auf den Teller "das Wasser im Munde zusammenläuft", hat der Körper sich für eine dieser beiden Verarbeitungsmethoden entschieden und Speichel und Magensaft auf die erwartete Speise vorbereitet:
Für die Verarbeitung von Kohlehydraten wird der Speichel mit Enzymen angereichert und bildet eine Amylase, die beim Kauen den Speisebrei durchdringt und die Umwandlung der Kohlehydrate in Zucker einleitet. Der Magen ist dann nur Durchgangsstation: Hier wird der Speisebrei lediglich durchsäuert und dann an den Darm weitergeleitet.
Für die Verarbeitung von Proteinen wird im Mund nur ein dünner, schleimiger Speichel gebildet, der das Schlucken erleichtert. Im Magen dagegen sind bereits die erforderliche Menge Magensaft und die nötigen Enzyme bereitgestellt, um den Speisebrei zu durchsäuern, konzentriertes Protein aufzunehmen, und ihn dann an den Darm weiterzugeben.
Der so aufbereitete Speisebrei gelangt zunächst in den Zwölffingerdarm, wird dort wieder entsäuert und dann im Dünndarm durch die jeweils erforderlichen Verdauungsenzyme endgültig verdaut, wobei alle im Brei enthaltenen Nährstoffe durch die Darmwände den Blut- und Lymphbahnen zugeführt und durch diese im
Körper verteilt werden.

Die Biochemie bei Mischkost

Bekommt der Körper nun Proteine und Kohlehydrate gleichzeitig, ist der Verdauungsvorgang komplizierter, benötigt mehr Zeit, und doch wird die Speise in der Regel nicht vollständig durcharbeitet:
Im Mund erschwert der Mischbrei dem Speichel, die darin enthaltenen Kohlenhydrate aufzufinden und zu verarbeiten – falls überhaupt die dazu erforderliche Speichelamylase bereitgestellt wurde.
Im Magen dauert das Durchsäuern des Mischbreis sowie das Auffinden und Verarbeiten der Proteine unnötig lange: Das Essen "liegt schwer im Magen"

Darum: Trennkost!

Trennkost dagegen bietet dem Körper nur Nahrung für einen der beiden natürlichen Verdauungsvorgänge an: Vom "Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen", also der ersten Körperreaktion auf die angebotene Mahlzeit, bis zur endgültigen Verdauung im Darm folgt alles derselben Methode: Die Speise wird richtig aufbereitet, verl ässt den Magen in maximal zwei Stunden, wird gründlich verdaut und einmal täglich ausgeschieden. Man fühlt sich leicht, frisch und gesund...

Wie lange schon gibt es Trennkost?

Das Trennkost-Prinzip wurde vor rund siebzig Jahren in den USA von Dr.Howard Hay entwickelt und hat seitdem weltweit Anhänger gefunden. In diesem langen Zeitraum beginnen die Kohlehydrate leicht zu gären: Aufstoßen ist die Folge, eventuell auch Sodbrennen oder dieses bittere Aufstoßen mit Magensäure, wenn der Magen für den komplizierten Durchsäuerungsprozess ungewöhnlich viel Magensäure braucht. Dann greift die Magensäure auch leicht die Magenwände an, es kommt zu Magenkrämpfen und auf längere Sicht zu Gastritis und Magengeschwüren.
Im Dünndarm müssen die Enzyme für Kohlenhydratverdauung die im Munde nur unzureichende Verarbeitung der Kohlehydrate jetzt nachholen, zudem können sie sich mit den Enzymen für die Proteinverdauung in ihrer Wirksamkeit gegenseitig beeinträchtigen, wenn sie gleichzeitig denselben Speisebrei durcharbeiten – beides kann den Verdauungsprozess erheblich verzögern, zu Verstopfung führen und zur Gärung von Kohlehydraten und Fäulnis von Proteinen in den Darmgängen, die sich als Blähungen oder Darmkrämpfe bemerkbar machen und Giftstoffe produzieren, die ebenfalls durch die Darmwände in Blut- und Lymphbahnen gelangen und Unwohlsein sowie Krankheiten auslösen können.
Entwicklungsgeschichtlich sind wir alle Trennköstler
Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Menschheit etwa 1.000.000 Jahre alt ist, dann sind wir, bevor wir vor etwa 10.000 Jahren als Bauern und Viehzüchter sesshaft wurden, f ür 990.000 Jahre, also für 99% unserer gesamten Evolution, umherstreunende Sammler und Jäger gewesen, die von der Hand in den Mund lebten und sich den Bauch voll schlugen mit dem, was sie gerade fanden: Vormittags vielleicht Beeren, nachmittags Nüsse, am nächsten Tag grub man essbare Wurzeln aus, und dann erlegten die Jä ger einen Wisent, dessen Fleisch für viele Tage reichte ...

Das war reine Trennkost, von der wir fast unsere ganze Entwicklungsgeschichte hindurch gelebt haben. Wir hatten gar keine andere Wahl: Dass in der urzeitlichen Wildnis Proteine und Kohlehydrate zu gleichen Zeit, am gleichen Ort zu finden waren, dürfte höchst selten vorgekommen sein; in aller Regel wird die Nahrung der Steinzeithorde, wie oben skizziert, aus jeweils einem Naturprodukt bestanden haben, das längst verdaut war, wenn man dann, Stunden später, etwas anderes fand. Also entwickelten sich unsere Organe speziell für die getrennte und jeweils optimale Auswertung von Proteinen bzw. Kohlehydraten.
Auch wenn im letzten 1% unserer Evolution durch Vorratswirtschaft, Getreideanbau und Viehhaltung nun auch Mischkost möglich wurde und heutzutage allgemein üblich geworden ist – entwicklungsgeschichtlich sind wir alle Trennköstler!

Kinder sind spontane Trennköstler

Nach der Theorie, dass der Mensch im Laufe seines Lebens die ganze Entwicklungsgeschichte der Menschheit vom Einzeller bis zum Homo Sapiens wiederholt, ist hier vielleicht das spontane Essverhalten von Kindern sehr aufschlussreich: Vielleicht haben Sie auch schon mal beobachtet, dass Kinder ganz oft von sich aus Trennkost praktizieren: Sie können sich an Nudeln mit Soße und Gemüse satt essen und verschmähen die dazu angebotene Frikadelle, oder sie schieben die Kartoffeln beiseite und essen nur die gebratenen Hähnchenflügel und Salat dazu.
Erst wir Erwachsenen mit unseren Benimm-Regeln bringen sie dazu, dass man immer von allem etwas nehmen und dann den Teller auch leer essen muss...
Aber vielleicht sind die Kinder da klüger als wir? Vielleicht haben sie noch ein ursprünglicheres Verhältnis zu ihrem Körper und wissen selber viel besser als wir, was ihnen bekommt?